Schweizer Baumwollhändler profitieren von Kinderarbeit

Eine Bericht zeigt, dass in Burkina Faso 250'000 Kinder auf Baumwollfeldern arbeiten müssen. Von dieser Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler.

Solidar Suisse hat im Januar 2019 einen Bericht veröffentlicht, der die Produktionsbedingungen von Baumwolle in Burkina Faso beleuchtet. 250‘000 Kinder arbeiten hier in der Baumwollproduktion. Die Kinder hantieren bei der Arbeit mit gefährlichen Werkzeugen und sind über Jahre giftigen Düngemitteln und Pestiziden ausgesetzt, die ohne Schutzkleidung gespritzt werden und Haut- und Atemwegskrankheiten verursachen. Die Tage auf den Feldern sind extrem lang und anstrengend. Einige Kinder nehmen Aufputschmittel, um die schwere Arbeit durchzustehen.

Ein wichtiger Teil des weltweiten Baumwollhandels wird über die Schweiz abgewickelt. Der Bericht von Solidar Suisse zeigt auf, dass auch Schweizer Firmen von der Kinderarbeit in Burkina Faso profitieren. Die Louis Dreyfus AG, ein Milliardenkonzern mit Sitz in Genf, ist der grösste Baumwollhändler der Welt und ein wichtiger Käufer von burkinischer Baumwolle. Auch die Reinhart AG aus Winterthur handelt mit Baumwolle aus Burkina Faso.

Hier finden Sie den Bericht von Solidar Suisse.

Das ändert sich mit der Initiative:

Mit der Konzernverantwortungsinitiative wären die Reinhart AG und Louis Dreyfus SA verpflichtet, sicherzustellen, dass sie nicht von Kinderarbeit profitieren und müssten öffentlich und transparent berichten, mit welchen Massnahmen sie dies erreichen.

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