Kinderarbeit auf Kakaoplantagen

Über eine halbe Million Kinder arbeiten unter missbräuchlichen Bedingungen auf Kakaoplantagen. Fünf der grössten Schokoladeproduzenten haben ihren Sitz in der Schweiz und müssen dagegen aktiv werden.

Eine Kakao anbauende Familie in der Elfenbeinküste, dem Hauptproduktionsland des Schoggi-Rohstoffs, müsste heute viermal mehr verdienen, um auch nur die offizielle Armutsgrenze von 2 Dollar Tageseinkommen zu erreichen. Wegen dieser Dumping-Einkommen können sich die Familien keine Erntehilfen und andere Arbeitskräfte leisten. Und deshalb arbeiten über eine halbe Million schulpflichtiger Kinder unter missbräuchlichen Bedingungen auf Kakaoplantagen von Kleinproduzenten, statt in die Schule zu gehen. Mit knapp 11 Kilogramm pro Kopf und Jahr ist die Schweiz hinter Deutschland auf Platz 2 im weltweiten im Schokoladekonsum. «Schoggi», ist auch eines der bekanntesten und beliebtesten Schweizer Exportprodukte. Kein Wunder haben fünf der weltweit grössten Schokoladeproduzenten und Kakaoverarbeiter sowie -händler hierzulande ihren Hauptsitz: Nestlé in Vevey, Mondelez (ehemals Kraft Foods) in Zürich (europäischer Hauptsitz), Lindt&Sprüngli in Kilchberg, Barry Callebaut in Dübendorf und Ecom Agroindustrial in Pully.

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Das ändert sich mit der Initiative:

Die Annahme und Umsetzung der Initiative würde gleich lange Spiesse schaffen. Alle Firmen des Kakaosektors wären verpflichtet, Sorgfaltsprüfungen durchzuführen und missbräuchliche Kinderarbeit zu verhindern. Letzteres etwa durch weitergehende Transparenz in der Produktionskette, die nachweisliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Kakaofarmen und dadurch, dass Kakaobauernfamilien schliesslich ein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Schweizer Hersteller oder Verarbeiter von Schokolade müssten auf eine bessere Rückverfolgbarkeit der Kakaobohnen und bessere Produktionsbedingungen hinwirken.

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