Unterstützung für die Initiative von Schweizer Entwicklungsökonom/-innen

10.11.2020

Professorinnen und Professoren der Entwicklungsökonomie an verschiedenen Schweizer Universitäten sind sich einig: Ohne klare Haftungsregeln werden immer wieder einzelne Konzerne mit ihrer Tätigkeit grossen entwicklungspolitischen Schaden anrichten.

Zahlreiche Professorinnen und Professoren der Entwicklungsökonomie an verschiedenen Schweizer Universitäten haben ein gemeinsames Positionspapier verfasst, das ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative empfiehlt.

 

Sie stellen fest, dass einzelne Konzerne mit ihrer Tätigkeit ohne klare Haftungsregeln immer wieder grossen entwicklungspolitischen Schaden anrichten werden. Dies insbesondere dann, wenn ihre Machtposition im betroffenen Land gross und die Regierung schwach ist.

 

Die Verfasser/-innen sehen die Gefahr, dass die Ziele der Entwicklungszusammenarbeit durch Interessen einzelner Konzerne ausgehebelt werden. Unverantwortliches Handeln einiger Konzerne würde die Bemühungen zur Armutsbekämpfung unterlaufen, welche die Schweiz im Ausland unternehme.

 

Die Entwicklungsökonom/-innen sind sich einig, dass die Initiative für die Einhaltung von elementaren Spielregeln durch alle Schweizer Unternehmen sorgt und dass diejenigen Konzerne, die sich bisher schwerwiegende Verstösse gegen Menschenrechte und Umweltstandards zuschulden kommen lassen, zukünftig Anpassungen vornehmen werden, um den geforderten Minimalkriterien gerecht zu werden.

 

Damit führt die Initiative aus Sicht der Professorinnen und Professoren klar zur Verbesserung der derzeitigen Umwelt- und Arbeitssituation in den betroffenen Ländern: «Insgesamt ist die Konzernverantwortungsinitiative ein geeignetes Instrument, um sicherzustellen, dass Aktivitäten von Schweizer Unternehmen in Entwicklungsländern entwicklungsfördernd und nicht entwicklungshemmend wirken.»

 

Das ganze Positionspapier ist hier zu finden:

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