Dokumentarfilm über 100’000 Mal angeschaut

Wohl zum ersten Mal spielt im Abstimmungskampf um eine Volksinitiative ein Dokumentarfilm eine entscheidende Rolle: «Der Konzern-Report» zeigt anhand von mehreren Beispielen, warum es die Konzernverantwortungsinitiative braucht.

Wohl zum ersten Mal spielt im Abstimmungskampf um eine Volksinitiative ein Dokumentarfilm eine entscheidende Rolle: «Der Konzern-Report» zeigt anhand von mehreren Beispielen, warum es die Konzernverantwortungsinitiative braucht. Der Film wurde in weniger als einer Woche schon von 100’000 Bürger/-innen angeschaut.

 

Diese Woche publizierte das Initiativkomitee den eigens produzierten Dokumentarfilm «Der Konzern-Report». Der Film wurde im Winter 2019/2020 gedreht und sollte eigentlich im März an 350 Filmvorführungen im ganzen Land gezeigt werden – diese mussten aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Filmproduktion wurde mit einem Crowdfunding finanziert, dabei kamen über 1500 Kleinspenden zusammen.

 

Dick Marty, Alt-Ständerat FDP und Co-Präsident des Initiativkomitees, sagt: «Der Dokumentarfilm zeigt auf, warum es die Konzernverantwortungsinitiative braucht: Wenn Konzerne wie Glencore einen Trinkwasserfluss vergiften und Menschen krank machen, dann soll der Konzern für die angerichtete Schäden auch geradestehen.»

 

Gerade in einer politischen Debatte, in der die Gegenkampagne versucht, die Bevölkerung zu verunsichern, kann ein längerer Film eine gute Informationsquelle sein.

 

So sagt Dick Marty weiter: «Ich bin zuversichtlich, dass sich die Stimmberechtigten nicht von den Falschmeldungen verunsichern lassen, die die Konzernlobby in den Zeitungen und auf den Plakatwänden verbreitet. Auch der Dokumentarfilm zeigt klar auf, dass unsere Initiative problemlos umsetzbar ist.»

 

Inhalt vom Film «Der Konzern-Report» (40’)

«Der Konzern-Report» zeigt anhand von zwei konkreten Fällen, warum es die Konzernverantwortungsinitiative braucht, damit sich auch Konzerne wie Glencore an die Regeln halten. Alt-Ständerat Dick Marty (FDP), Alt-Nationalrätin Lucrezia Meier Schatz (CVP) und Unternehmer Dietrich Pestalozzi erläutern, wie die Initiative funktioniert und warum Bürgerliche und Unternehmer/innen ein JA zur Konzernverantwortungsinitiative empfehlen.

 

 

Diese Fälle werden im Dokumentarfilm beleuchtet:

Glencore-Mine vergiftet Trinkwasser in Kolumbien

Glencore betreibt in Cerrejón eine der weltweit grössten Kohleminen im Tagebau. Der Kohleabbau auf 70’000 Hektaren (dreifache Fläche des Kantons Zug) führt zu hoher Feinstaubbelastung und Industrieabwasser verschmutzt den Fluss Ranchería. Dieser versorgt rund 450’000 Menschen mit Wasser. Die hohen Schwermetallkonzentrationen schädigen vor allem die indigenen Wayuu-Gemeinschaften. Lokale Ärzt/-innen beobachten viele Fälle von Brust- und Lungenkrebs.

 

LafargeHolcim-Fabrik verschmutzt Dorf in Nigeria

Wenige Meter neben dem Dorf Ewekoro betreibt LafageHolcim eine Zementfabrik. Diese verschmutzt das Dorf und die umliegenden Felder mit Zementstaub. Das hat katastrophale Folgen: Die schlechte Luft- und Wasserqualität führt zu einer tieferen Lebenserwartung und die Emissionen greifen Lungen und Atemwege der Bewohner/-innen an.

 

 

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06.10.2020

Abstimmungskampagne lanciert

Heute startet die Plakatkampagne der Konzernverantwortungsinitiative. Diese stellt eine Glencore-Mine in Peru ins Zentrum und macht klar: Wenn Glencore mit einer Mine in Peru Kinder vergiftet, dann soll der Rohstoffkonzern auch dafür geradestehen.

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