Ätzende Schwefeldioxid-Wolken in Sambia

Während fast 20 Jahren hat Glencore die Luft um die Kupfermine Mopani in Sambia mit Schwefeldioxid vergiftet. Die ätzenden Gase führen zu schweren Atemwegserkrankungen und Todesfällen.

Das Kupferschmelzwerk von Mopani ist immer wieder in den Schlagzeilen, weil seine Abgase das hoch giftige Schwefeldioxid enthalten. Die SRF Rundschau hat bereits vor einigen Jahren mehrere Todesfälle dokumentiert, welche Ärzte auf das Werk zurückführen.

 

Glencore hatte in den letzten Jahren immer wieder Verbesserungen versprochen, aber  Luftmessungen der Rundschau aus dem Jahr 2019 haben gezeigt, dass der Schwefeldioxid-Ausstoss bis zu 77-mal höher war, als die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlauben.

 

Glencore hat die Mopani Mine im Jahre 2000 dem sambischen Staat abgekauft. Im Januar 2021 wurde bekannt, dass Sambia die Mine zurückkauft – zusammen mit einem riesigen Schuldenberg. Glencore profitiert durch vorteilhafte Verträge weiterhin massiv von der Mine: So hat der Konzern einen Abnahmevertrag für Kupfer und Kobalt aus der Mine und eine Umsatz- und Gewinnbeteiligung ausgehandelt, bis Sambia die Schulden bei Glencore abgestottert hat.

 

Weitere Informationen:

https://www.publiceye.ch/de/standpunkte/mopani-glencores-doppelte-rolle-rueckwaerts

Medienberichte:

Beitrag in der Rundschau

 

Weitere Beispiele:

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Minderjährige schuften in Glencore-Mine

In der von einer Glencore-Tochterfirma betriebenen Zink-, Blei- und Silbermine Porco in Bolivien kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen, die Umwelt ist vergiftet und es schuften auch Minderjährige in den Stollen. Die Jüngsten sind gerade mal elf Jahre alt.

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